Traueranzeige von
Olivia de Havilland

01.07.1916 - † 25.07.2020
Traueranzeige von Olivia de Havilland
Von John Mathew Smith & www.celebrity-photos.com from Laurel Maryland, USA - Best Olivia Dehavilland, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75382960

Die britisch-amerikanische Schauspielerin war eine der Filmlegenden der „Goldenen Ära Hollywoods“. Den meisten dürfte Olivia de Havilland in ihrer Rolle als Melanie Hamilton im Filmklassiker „Vom Winde verweht“ (1939) in Erinnerung geblieben sein, wofür sie auch eine Oscar-Nominierung erhielt. Den wichtigsten Filmpreis konnte die Schwester von Schauspielerin Joan Fontaine (ebenfalls Oscar-gekrönt) letztlich erst Jahre später entgegennehmen: einmal 1946 für „Mutterherz“ sowie 1950 für „Die Erbin“, jeweils als beste Hauptdarstellerin.

Entdeckt wurde Olivia de Havilland 1935 vom österreichischen Regisseur und Begründer der Salzburger Festspiele, Max Reinhardt. Er engagierte sie für seine Verfilmung des Shakespeare-Bühnenstücks „Ein Sommernachtstraum“. Anschließend war sie mit Errol Flynn zwischen 1935 und 1941 in acht Filmen als Leinwandpaar zu sehen, darunter in „Unter Piratenflagge“ und in „Robin Hood, König der Vagabunden“. Ein wichtiger Meilenstein in ihrer Karriere war 1939 ihre Darstellung der gutherzigen Melanie Hamilton im Leinwandepos „Vom Winde verweht“.

In den 1940er-Jahren kam es zu einem Rechtsstreit mit ihrem Filmstudio Warner Brothers über die Vertragslaufzeiten. Zwischenzeitlich wurde sie sogar suspendiert und durfte keine Filme mehr drehen. 1944 entschied ein kalifornisches Berufungsgericht schließlich zu Gunsten der Schauspielerin. Das Urteil wurde Teil des so genannten de Havilland Law, das die bis dahin gängige Praxis verbot, die Laufzeit eines Studiovertrags automatisch um die Zeit zu verlängern, in denen Schauspieler suspendiert waren. Ebenso verboten wurden damit Verträge im Showgeschäft mit einer Laufzeit von über sieben Jahren.

Die Schauspielerin arbeitete in der Folge ohne festes Studioengagement und vollzog einen Wechsel hin zu dramatischen Rollen. Sie gewann ihren ersten Oscar als beste Hauptdarstellerin 1946 für das Melodram „Mutterherz“. Zwei Jahre später wurde sie abermals für einen Oscar nominiert, diesmal für ihre Darstellung in „Die Schlangengrube“. Ihren zweiten Oscar erhielt De Havilland 1950 für ihre Darstellung in „Die Erbin“. Darüber hinaus bekam sie auch einen „Golden Globe“.  

Ab Anfang der 1950er Jahre wurden in Hollywood durch den Aufstieg des Fernsehens weniger Filme als zuvor produziert, der Kampf um Rollen wurde härter, so dass de Havilland vorzog, weniger Filme zu drehen und sich mehr um ihre Kinder zu kümmern. Zu ihren bekanntesten Filmen in diesem Jahrzehnt zählen das Drama „Meine Cousine Rachel“ mit Richard Burton sowie der Film „... und nicht als ein Fremder“ an der Seite von Robert Mitchum.

In den 1960er und 70er Jahren spielte sie eher sporadisch in einigen Filmen mit, ihre Präsenz nahm aber weiterhin ab. 1986 holte sie noch einmal einen „Golden Globe“ für die Darstellung der russischen Königsmutter Maria in dem Fernsehfilm „Anastasia“. Nach einem Auftritt in dem Fernsehfilm „König ihres Herzens“ (1988) zog sich De Havilland schließlich ganz aus dem Schauspielgeschäft zurück. Am 25. Juli 2020 starb Olivia de Havilland im Alter von 104 Jahren in ihrem Haus in Paris eines natürlichen Todes.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Olivia de Havilland erstellt und ist der Schauspielerin vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.

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