Leben nach dem Tod – Der Glaube der Christen

Die Jenseitsvorstellung im Christentum ist im Vergleich zu anderen Religionen und Weltanschauungen eindeutig definiert. Wir alle kennen Himmel und Hölle und wissen, welcher Bereich wem vorbehalten ist. Wer im Leben gut war, kommt in den Himmel. Wer seine Fehler nicht rechtzeitig eingesehen oder aus Überzeugung böse gehandelt hat, zieht nach dem Tod in die Hölle ein. Was allerdings gut und böse ist, entscheidet das Christentum heutzutage nicht mehr so streng.

Ein guter Mensch oder böser Mensch
Es gibt im Christentum das Diesseits und das Jenseits. Im Diesseits leben wir während unserer Lebzeiten, und hier muss sich der Mensch beweisen. Jeder Mensch hat die freie Wahl, sich positiv oder negativ zu entwickeln. Dabei erklärt die Bibel ganz genau, was der Mensch tun soll. Die Bibel nutzt dabei nicht nur die 10 Gebote sondern auch die 7 Todsünden und Parabeln, die sich durch die gesamte Bibel ziehen. Wenn ein Mensch dies nicht befolgt, so könnte er in der Hölle enden.

In der heutigen Zeit sind diese Regeln durchaus gelockert und werden nicht mehr so streng gesehen. Die 10 Gebote, 7 Todsünden und moralischen Erzählungen aus dem Text der Bibel gibt es natürlich immer noch und sie werden weiterhin gelehrt. Das höchste und wichtigste Gebot der Christen ist:

Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst.

Damit wird sowohl die Liebe zu sich selbst, als auch zum Anderen auf eine Stufe mit der Liebe zu Gott gestellt. Dieses Gebot soll auch dafür sorgen, dass wir nicht die Hölle auf Erden haben. Christen von heute gehen davon aus, dass es auf die gute Absicht, den guten Willen und den Wunsch ankommt, stets das Richtige zu tun, niemandem zu schaden und stattdessen der Welt zu nützen. Jeder darf Fehler machen, wenn sie eingestanden und um Verzeihung gebetet wird, werden sie auch vergeben. Denn der christliche Gott ist ein liebender und verzeihender Gott, der wenn möglich niemanden ausschließen möchte.

 

Im Himmel leben oder in der Hölle schmoren
Man darf sich den Himmel als schönen Platz vorstellen, in dem alle Lebewesen friedlich miteinander leben. Der Himmel ist die Belohnung für Menschen, die im Leben gute Absichten hatten – allein so kommt man dorthin.

Die Hölle ist die Heimat des Teufels. Er bekommt die Seelen der Menschen, die im Leben böse waren, und behält sie bis zum Jüngsten Gericht. Theologen prägen den Satz: Die Hölle gibt es als Möglichkeit. Wir haben die Hoffnung, dass sie leer ist.

Das ewige Leben für unsere Seele
Im Christentum gibt es das ewige Leben für unsere Seele, während der Körper des Menschen stirbt und beerdigt wird.