
Prof. Dr. Rolf Pfeiffer
Gedenkseite von Prof. Dr. Rolf Pfeiffer
12.09.1940
07.03.2025
Aktivitäten für Rolf
Blumen und Kerzen
(29)
Friedemann Pfeiffer
Kerze · Vor 2 Monaten

Ein Besucher
Kerze · Vor 2 Monaten
„Herzliche Anteilnahme von Aspetos"

Ein Besucher
Blume · Vor 8 Monaten
„Herzliche Anteilnahme von Aspetos"

Dr. Annerose Jung
Erinnerung · Vor 10 Monaten

Ein Besucher
Erinnerung · Vor 1 Jahren

Ein Besucher
Erinnerung · Vor 1 Jahren
Kondolenzen
(3)„Prof. Dr. Rolf Pfeiffer - Ein Visionär in Forschung und Lehre für Unternehmensführung und Außenwirtschaft | Rolf Pfeiffer war ein großzügiger Mensch, der mit seiner positiven Ausstrahlung von allen sehr geschätzt wurde. Für mich war er nicht nur ein Geschäftspartner, sondern in erster Linie ein sehr guter Freund. | Rolf Pfeiffer hat die Export-Akademie Baden-Württemberg im Jahr 1983 an der Hochschule Reutlingen gegründet und über 30 Jahre als Direktor geleitet. | Mit der Export-Akademie etablierte er den bundesweit ersten MBA-Studiengang mit dem Schwerpunkt Internationales Marketing und baute Partnerschaften mit mehr als 50 Hochschulen weltweit auf. Ich habe dort studiert und habe ihn dort als einen Menschen erlebt, der junge Menschen für das Auslandsgeschäft begeistert hat. Mit seinen innovativen außenwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildungsprogrammen hat er viele mittelständische Unternehmen bei der erfolgreichen Erschließung ausländischer Märkte unterstützt. | Die Export-Akademie Baden-Württemberg wurde 2008 privatisiert. Er war dort viele Jahre als Geschäftsführer tätig und hat sie maßgeblich geprägt. Heute ist die Export-Akademie ein führendes Unternehmen im Bereich grüner Technologien und Partnerin für die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften entlang der Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff. | Ein Land, dem er sich besonders verbunden fühlte und das er immer wieder bereiste, war Argentinien. Dort war er Honorarprofessor an der Universidad Nacional de La Plata und Ehrendirektor der Escuela de Marketing International La Plata. Bis heute hat die Export-Akademie dort eine Außenstelle und gemeinsam mit lokalen Partnern entwickeln wir in Patagonien ein großes Wasserstoffprojekt. | Rolf Pfeiffer beschäftigte sich intensiv mit den Kernelementen erfolgreicher Unternehmensführung. In den 80er Jahren entwickelte er gemeinsam mit namhaften baden-württembergischen Unternehmern das Heptathlon-Management-Konzept für Integriertes Management und Leadership. Das IMLead®-Konzept führt die unterschiedlichen Perspektiven Technologie, Digitalisierungsprozesse, Kompetenzentwicklung und nachhaltiges Management & Leadership zusammen und bildet bis heute den Rahmen für alle Trainings- und Beratungsprojekte der Export-Akademie. | Sein Vermächtnis reicht weit über die Gegenwart hinaus. Es lebt weiter in seinen Büchern und Publikationen, im Managementmodell IMLead® Heptathlon und vor allem in den Menschen, die er als Professor und Mentor geprägt und inspiriert hat. "
„Von Fernando Simonato (März 2025, Sohn von Prof. Dr. Simonato): Ihr Vater hat einen tiefen und bedeutenden Eindruck in unserer akademischen Gemeinschaft hinterlassen. Über mehr als 30 Jahre hinweg waren seine Hingabe und Großzügigkeit entscheidend für die Escuela de Marketing Internacional der Universidad Nacional de La Plata. Dank seines unermüdlichen Einsatzes und seiner Leidenschaft für die Lehre haben Generationen von Studierenden aus Argentinien und Lateinamerika unter seiner Führung und mit seinem Wissen ihre Ausbildung erhalten, und sein Einfluss lebt in jedem Einzelnen von ihnen weiter. Ihr Vater war nicht nur ein großer Akademiker, sondern auch ein außergewöhnlicher Mensch, dessen kooperativer Geist und persönliche Wärme ihn zu einer sehr geschätzten und respektierten Person machten. In dieser Zeit des tiefen Schmerzes möchte ich Euch meine Unterstützung aus der Ferne anbieten und Ihnen meine besten Wünsche für Stärke und Trost senden. Ihr Vater hinterlässt ein Erbe, das bei all denen weiterlebt, die das Privileg hatten, ihn kennenzulernen und von ihm zu lernen."
„Wir haben einen besonderen Menschen verloren und verabschieden uns von ihm mit grosser Trauer, aber auch mit viel Dankbarkeit. Unser Vater war und ist ein Vorbild für Resilienz und Disziplin wie auch Optimismus und Freundlichkeit sowie seinen Glauben an lebenslanges Lernen. Für uns war er aber zuallererst ein liebevoller, großzügiger und, trotz seiner vielen Reisen, ein stets präsenter Vater, ein Vater, der uns unglaublich viel ermöglicht hat. Einen besseren Vater hätten wir uns nicht vorstellen können. Für viele Menschen war unser Vater der Professor Doktor, der Geschäftspartner, oder der Mentor. Über Jahrzehnte hinweg setzte er sich stets mit grossem Engagement für seine Arbeit, Kollegen und vor allem seine Studenten ein. Die akademische Arbeit war ihm wichtig, aber viel wichtiger war ihm die persönliche Verbindung zu den Menschen und dass seine Arbeit dazu beiträgt, Fortschritt zu erreichen. Die internationale Zusammenarbeit sowie ein gegenseitiges Verständnis von Geschichte, Kultur und Sprache aufzubauen waren für ihn unablässig für langfristigen Erfolg. In seiner Laufbahn besuchte er mehr als 80 Länder und war verantwortlich für den Aufbau von Kooperationen mit mehr als 50 Hochschulen und Universitäten weltweit. Sein Karrierehöhepunkt war sicherlich die Gründung und der Aufbau der Export-Akademie in Reutlingen inklusive der Master- und Weiterbildungs-programme. Eine besondere Beziehung hatte unser Vater hierbei zu Lateinamerika und besonders zu Argentinien, wo er bereits in den 80er Jahren eng mit Prof. Dr. Simonato zusammengearbeitet und mit vielen Menschen lebenslange Freundschaften aufgebaut hatte. Wir erinnern uns liebevoll daran, wie Herr Simonato unsere 6-köpfige Familie an einem kalten Morgen nach einem 14-stündigen Flug auf dem Flughafen in Buenos Aires abgeholt hat. Mit einem grossen Lachen, Umarmungen, und Küssen, als ob wir uns schon seit Jahren kennen würden. Das waren wir so aus Deutschland nicht gewohnt und es war unsere erste Begegnung mit Argentinien. Die Zeit in Argentinien war für uns eine einzigartige Erfahrung: Wir konnten Land und Leute kennenlernen, aber auch als Familie nahe bei unserem Vater sein und seine Arbeit mitereleben. Es hat uns geprägt und unserem Vater machte es unheimlich Spass, dem Land in vielen Begegnungen vertraut zu werden und vielen Menschen auf seine Weise und mit seinen Möglichkeiten zu unterstützen. Trotz seiner Leidenschaft für die internationale Zusammenarbeit vergass er nie seine Heimat und Wurzeln. Das Remstal und Plüderhausen waren ihm wichtig – und wir verbrachten als Kinder viel Zeit auf den Apfelwiesen und am Hof von seiner Mutter. Ein Lemberger Wein und Saure Kutteln waren das Beste für ihn. Damit konnten wir uns Kinder allerdings nicht anfreunden. Seine Erlebnisse als Kind während und nach dem Krieg haben ihn tiefgehend beeinflusst und über sein Leben hin angetrieben. Er hatte eine starke Abneigung gegenüber jeglicher Gewalt und ein Bedürfnis Schwächeren zu helfen. Er betrachtete Schule und Lernen als ein unglaubliches Privileg und war davon überzeugt, dass eine gute Ausbildung die Grundlage ist für Erfolg und Zufriedenheit. Früh verlor er seinen Vater im Krieg und musste schon als kleiner Junge auf dem Hof helfen. Seine Mutter, Marie, war eine starke Frau; sie heiratete ihren Hermann in 1938, und 1939 wurde er bereits in den Krieg entsandt. Zwei Kinder wurden während des Krieges geboren, und letztendlich starb ihr Ehemann, unser Grossvater, 1947 in Gefangenschaft; ganze zwei Jahre nach dem Kriegsende. Unser Vater erzählte oft, dass er seiner Mutter abends immer wieder die Treppen raufhelfen musste, da sie so erschöpft war. Er selber wurde nach dem Krieg in ‚Kur‘ geschickt, damit er an Gewicht zunimmt. Allerdings ohne Erfolg, da er so starkes Heimweh hatte. Mit 13 Jahren musste er bereits die Schule abschliessen, um auf dem Hof mitzuarbeiten und nebenher eine Lehre zum Schlosser zu beginnen. Über eine Abendschule für Begabtenförderung erreichte er die Hochschulreife und begann sein Ingenieurs-Studium in Mannheim und später in München in den 60er Jahren. In München fand er seine Leidenschaft für die Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, aber noch viel wichtiger fand er hier die Liebe seines Lebens, unsere Mutter, Margarete. Sie waren mehr als 42 Jahre verheiratet und ihr Tod im Jahr 2012 war für ihn und für unsere Familie der grösste Verlust. Sie unterstützte und ermunterte ihn stets, aber sie brachte ihn auch auf den Boden der Tatsachen zurück. Sie war sein Mittelpunkt und das Herzstück unserer Familie. Das Leben nach ihrem Tod war eine schwierige Herausforderung für ihn, welche er annahm wie alles im Leben, ohne sich zu beklagen, ohne aufzugeben, und der Versuch sich auf Dinge zu konzentrieren, die ihm Freude machen. Und das war sein ganzes Leben lang das Lernen, die Neugierde an dem Neuen, am Fortschritt, und sich mit Menschen zu umgeben, die diese Freude und Leidenschaft mit ihm teilen. Wir waren jedenfalls immer gerne mit dabei! Wir werden ihn unheimlich vermissen. In Liebe und Erinnerung! Angi, Conni, Peter, und Friedi "
Traueranzeige von Prof. Dr. Rolf Pfeiffer


